01 Februar 2018 – 1

QSD-Wochenbilanz aus Efrîn

Die Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) haben eine Bilanz zum Krieg in Efrîn veröffentlicht. Demnach sind innerhalb einer Woche 473 türkische Soldaten und Söldner getötet worden.

Auf einer Pressekonferenz in Eyn Isa hat Rêdûr Xelîl als Sprecher der QSD eine Bilanz zum Krieg in Efrîn für den Zeitraum zwischen dem 26. Januar und dem 1. Februar öffentlich gemacht.

Xelîl erklärte einleitend, die Angriffe des türkischen Militärs und der verbündeten Terrororganisation al-Qaida auf zivile Wohngebiete seien unter Einsatz höchster Waffentechnologie unvermindert fortgesetzt worden. Bisher habe die türkische Armee jedoch keinen Fortschritt verzeichnen können.

„Bisher sind bei den Angriffen Dutzende Zivilisten gefallen, darunter Kinder, Frauen und alte Menschen. Mit den Angriffen wird bezweckt, die Bevölkerung zu vertreiben und die demographische Struktur zu verändern. Historische Stätten werden von der Luftwaffe zerstört“, so Xelîl.

Die Bilanz für den Zeitraum vom 26. Januar bis zum 1. Februar listete Rêdûr Xelîl folgendermaßen auf:

1. Die Besatzer haben zivile Siedlungsgebiete in Efrîn von allen Fronten aus angegriffen. Es fanden 1893 Artillerieangriffe verschiedener Waffengattungen statt.

2. Es fanden 460 Angriffe türkischer Kampfjets und 15 Angriffe mit Kampfhubschraubern vom Typ Cobra auf Wohngebiete und Widerstandsstellungen statt.

3. Es fanden ununterbrochen Aufklärungsflüge über Efrîn statt.

Die türkische Armee und die verbündete Terrororganisation al-Kaida haben verbotene Waffen wie Napalmbomben und Streumunition eingesetzt. Es wurden Schulen und Moscheen angegriffen.

1. Unsere Kräfte haben auf die Angriffe reagiert und es haben 250 Gefechte stattgefunden.

2. Es hat sich bestätigt, dass 473 türkische Soldaten und verbündete Terroristen getötet wurden.

3. In den Kampfgebieten befinden sich 32 Leichname türkischer Soldaten und verbündeter Terroristen, die nicht geborgen werden können.

4. Es wurde eine Aufklärungsdrohne abgeschossen. Weiterhin wurden 25 Militärfahrzeuge, darunter auch Panzer, zerstört.

5. Unsere Kräfte haben ein Militärfahrzeug und Waffen erbeutet.

6. Bei 72 Gefechten konnten die Verluste des Feindes nicht festgestellt werden.

7. 34 unserer Kämpfer*innen sind gefallen.

8. Einer unserer Kämpfer ist verletzt in Gefangenschaft geraten. Aus den Grenzdörfern sind sechs Zivilpersonen verschleppt worden.